DAX® daily Trading: Schlechte Sicht in der Aschewolke

Trading — Von BNP Paribas am 20. Mai 2010 um 08:00

Einige vielversprechende Trades prägten den jüngsten Auswertungszeitraum, bis der Markt am 16.04.2010 kräftig zurückfiel und die DAX® daily Analysten aus dem Rhythmus brachte.

Nur wenige Indexpunkte verhagelten dem DAX® daily Trading im aktuellen Auswertungszeitraum den Erfolg. Vom 25.03.2010 bis zum 19.04.2010 lief beim Tradingsystem in der Standardvariante ein Verlust von 5,25 Prozent auf.

Dieses recht überschaubare Minus ist umso enttäuschender, als die Monatsbilanz am 15.04.2010 noch einen Ertrag von 5,56 Prozent erreicht hatte. An diesem Hochpunkt touchierte der Long-Trade ab 09.04.2010 (siehe Abbildung 1) beinahe das Gewinnziel. Dann verhagelte der Stillstand im Luftverkehr den Börsianern aber kurzfristig die Stimmung, und der DAX®-Rückschlag am 16.04.2010 schleuderte die eben noch lukrative Long-Position deutlich in die Verlustzone. Ob die DAX® daily Analysten mit ihrer Abwärts-Prognose ab 19.04.2010 auf dem bereits gedrückten Indexniveau richtig liegen, er­scheint indes fraglich.

Insgesamt setzte unser Standard-Testsystem vom 25.03.2010 bis zum 19.04.2010 sieben Aktionen um (siehe Abbildung 1). Der Short-Trade am 25.03.2010 brachte dabei einen herben Verlust von 69,32 Prozent auf das ris­kierte Kapital (10,00 Prozent des letzten Kapitalkurvenstands mit Hebel 50) und wurde bereits am nächsten Morgen auf long gedreht. Hierbei ergaben sich vorübergehend erhebliche Gewinne, die bei der Positions­auflösung am 31.03.2010 aber auf 6,01 Prozent zusammengeschmolzen wa­ren. Der nächste Verlust mit 43,39 Prozent auf der Short-Seite vom 31.03.2010 bis zum 01.04.2010 stand damit in den Startlöchern.

Ab dem 01.04.2010 begann jedoch eine kräftige Erholungsbewegung. 42,22 Prozent Ertrag wurden vom 01.04.2010 bis zum 06.04.2010 mit einer Long-Position eingefahren. Und mit +75,71 Prozent auf das riskierte Kapital erreichte der Short-Trade vom 06.04.2010 bis zum 08.04.2010 sogar sein Gewinnziel. Daraufhin folgte das oben genannte Engagement in fiktiven Turbos long, das sich zunächst so vielversprechend entwickelte, um letztlich doch mit -56,40 Prozent tief in die roten Zahlen zu rutschen. Der zuletzt am Beobach­tungs­stichtag, dem 19.04.2010, eingeleitete Short-Trade steht derweil noch offen.

Unsere drei abgewandelten Strategien mit übergeordneter Trendfilterung der DAX® daily Einstiegssignale (siehe Abbildungen 3 bis 5) haben sich im jüngsten Beobachtungszeitraum wieder einmal besser ge­schlagen als das Standardsystem. Alle verwendeten Trendfilter ließen vom 25.03.2010 bis zum 19.04.2010 ausschließlich die diskutierten Long-Trades zu. Bis zum 15.04.2010 erwirtschafteten die Stra­te­gien mit diesem Vor­gehen im Gleich­schritt Erträge von knapp 10,00 Prozent, die dann aber am besagten 16.04.2010 durch den DAX®-Rückfall zunichtegemacht wurden. Letztlich beendeten die drei Trendfilter-Systeme den Untersuchungszeitraum am 19.04.2010 mit einem winzigen Verlust in Höhe von 1,07 Prozent.

Trades im jüngsten Beobachtungszeitraum vom 25.03.2010 bis 19.04.2010
Langfristige Backtestings seit 26.11.2004 (Start des DAX® daily Newsletters) bis 19.04.2010

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