Währungen: So lässt sich der Euro gegenüber US-Dollar und Forint derzeit gut traden
Magazin — Von BNP Paribas am 23. Juni 2010 um 08:40Die aktuelle charttechnische Bestandsaufnahme der Märkte zeigt die folgenden großen Trades, die von den Marktteilnehmern gespielt werden: DAX®, Dow Jones®, S&P 500 Index®, Nasdaq100® werden gekauft, US-Staatsanleihen werden nach wie vor gekauft, Gold wird gekauft, der Euro wird nach wie vor verkauft, er wertet weiter ab.
Die großen Analystenhäuser passen ihre Prognosen peu à peu nach unten an. So sehen beispielsweise die Analysten der BNP Paribas das Währungsverhältnis Euro gegenüber US-Dollar (EUR/USD) übergeordnet in Richtung Parität fallen. Interessanterweise reagieren die Aktienmärkte auf die Bekanntgabe und umgehende Umsetzung des Euro-Rettungspakets in der Größenordnung von 750 Milliarden Euro direkter als der Devisenmarkt. In den großen US-Indizes und im DAX® haben sich bereits kurzfristige Böden ausgebildet, die Basis mittelfristig erneut ansteigender Kursnotierungen sein dürften. Das Währungsverhältnis Euro gegenüber US-Dollar (EUR/USD) tut sich hingegen noch schwer. Saisonal, aber auch seitens der Preismuster ist mit Bodenbildungsversuchen zu rechnen. Der Markt dürfte versuchen die PIIGS-Staatsverschuldungsproblematik zunächst als eingepreist zu sehen. Eine schöne Formulierung. Basierend auf charttechnischer Analyse läßt sich EUR/USD wie folgt mit Knock-Out-Produkten traden. Zwei Szenarien lassen sich prognostisch klar definiert skizzieren. Szenario (A): Steigt EUR/USD über 1,2675 USD an, generiert dies ein kurzfristiges Kaufsignal für einige Tage bis hin zu einigen Wochen, und zwar mit Kurszielen von 1,3000 und anschließend 1,3500– 1,3800 USD. Eine solche Erholung würden wir aus heutiger Sicht als temporär klassifizieren. Das heißt, dass im Anschluss mit einer Fortsetzung der großen Korrektur und der Ausbildung neuer Tiefs gerechnet werden müsste. Szenario (B): Fällt EUR/USD direkt unter 1,2143 USD ab, ist guter Rat teuer. In dem Falle müsste mit Abgaben bis 1,1300–1,1400 USD gerechnet werden, wo dann eine größere nach oben gerichtete Gegenbewegung beginnen könnte.
Charttechnisch interessant zeigt sich das mittelfristige Bild des Währungsverhältnisses Euro gegenüber ungarischem Forint (EUR/HUF). Seit Mai 2009 bewegt sich EUR/HUF in einem klar begrenzten Trendkanal. Der Trendkanal-Typus lässt sogenanntes Channel-Trading zu. Die leicht nach unten abfallende untere Begrenzung des Trendkanals verläuft bei ca. 260 HUF. Die obere Begrenzung verläuft bei ca. 285 HUF. Da es kurzfristig in einem kurzen Intervall Auflagepunkte nach oben gab, muss dies im Sinne eines möglichen Druckaufbaus gewertet werden. Insofern bietet es sich an, auf einen möglichen Ausbruch zu setzen. Steigt EUR/HUF über die Triggermarke bei 285 HUF an, generiert dies ein Kaufsignal bis minimal zunächst ca. 300 HUF. Insofern kann mit Stop Buy Orders direkt über 282 HUF gearbeitet werden. Angenommen, EUR/HUF gibt weiter ab und korrigiert, wartet bei 260 der beschriebene Key Support. Das heißt, dass EUR/HUF bei Erreichen der Marke von 260 HUF ein mittelfristiger Kauf wäre. Aktive Anleger beachten also bei dem Währungsverhältnis Euro gegenüber Forint die Marken von 260 HUF nach unten und 285 HUF nach oben.
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| Autor: Harald Weygand Head of Trading bei GodmodeTrader.de |
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Tags: DAX, Dow Jones, EUR/HUF, EUR/USD, Nasdaq100, S&P 500, Ungarischer Forint, Währungen









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