Währungen: Euro-Dollar – Mittelfristige Rallye mit Kursziel 1,5000 US-Dollar?

Magazin — Von BNP Paribas am 26. August 2010 um 08:31

Seit Erscheinen der vorherigen Ausgabe dieses Magazins hat sich aus charttechnischer Sicht im Währungsverhältnis Euro gegenüber US-Dollar (EUR/USD) einiges Entscheidendes getan. Wie prognostiziert, kam es zu einer Erholung, die jedoch nicht nur temporärer Natur sein dürfte, sondern voraussichtlich die Basis einer mittelfristigen, längeren Aufwertungsphase des Euro. Noch vor einigen Wochen wurde der Euro auf den Titelseiten diverser Branchenmagazine und Zeitungen zu Grabe getragen. Die Staatsverschuldungskrise der PIIGS-Staaten beherrschte die Medien und das Kursgeschehen. Und jetzt plötzlich ist dies alles Schnee von gestern und obsolet? Die Frage lässt sich schwer beantworten. Viele Marktbeobachter sehen langfristig am Horizont beachtliche Probleme für die europäische Einheitswährung aufziehen. Man wird sehen. Für den Anleger ist die Kenntnis der maßgeblichen mittelfristigen Trends wichtig, da diese beispielsweise über Zertifikate hervorragend gehandelt werden können. Im Mai/Juni 2010 kam es im EUR/USD zur Ausbildung einer sogenannten inversen SKS Bodenformation. Diese diente als Transformationsphase zwischen dem brachialen Abwärtstrend seit November 2009 und dem neuen, nun entstehenden Aufwärtstrend. Wir drehen unsere Einschätzung für EUR/USD von bärisch direkt auf bullisch. Short-Positionen sollten, basierend auf unserer charttechnischen Einschätzung, geschlossen werden. Ab jetzt bietet es sich an, Dips zu kaufen, Rücksetzer also konsequent für den Aufbau von Long-Positionen zu nutzen. Charttechnische Kursziele liegen bei 1,3400 US-Dollar, 1,4000 US-Dollar und anschließend möglicherweise noch in diesem Jahr bei bis zu 1,5000 US-Dollar. Die Etappen-Kursziele von 1,3400 und 1,4000 US-Dollar lassen sich sehr präzise nennen. Sie könnten Ausgangspunkt für mögliche eingestreute Konsolidierungen werden. Erfahrene Countertrend-Trader können allerdings bei erhöhtem Risiko kurzfristig bei Erreichen der beiden Zwischenziele gehebelte Short-Positionen aufbauen. Bei 1,3000 US-Dollar liegt ab jetzt eine gute Unterstützung im Markt, die etwaige Rücksetzer auffangen dürfte. In der unten stehenden Tabelle finden Sie drei gehebelte Long-Produkte vor, mit deren Hilfe Sie sinnvoll an der erwarteten Euro-Aufwertung partizipieren können.

Kursentwicklung von Euro-Dollar seit März 2010

Ebenfalls eine interessante Entwicklung zeichnet sich im Währungsverhältnis Euro gegenüber Kanada-Dollar (EUR/CAD) ab. Nach über einjähriger gewaltiger Abwertungsphase befindet sich EUR/CAD in einem inversen SKS Bodenbildungsprozess. Während dieser in EUR/USD schon längst abgeschlossen ist, ist dies bei EUR/CAD noch nicht der Fall. Der Bodenbildungsprozess in EUR/CAD ist allerdings auch größer dimensioniert. Ab jetzt gilt: Steigt EUR/CAD über 1,3695 Kanada-Dollar an, generiert dies ein mittelfristiges, also mehrmonatiges Kaufsignal mit einem minimalem Kursziel von 1,4700 Kanada-Dollar. Bei 1,4700 Kanada-Dollar liegt ein starker Widerstand im Markt, das heißt, hier kann es zur Entstehung einer größeren Korrektur kommen. Gelingt anschließend der Anstieg nachhaltig über 1,4700 Kanada-Dollar, würde sich Folgepotenzial bis 1,5300 Kanada-Dollar ergeben.

Kursentwicklung von Euro-Kanada-Dollar seit Januar 2010

Passende Produkte: WKN BN27RF, WKN BN6DV8, WKN BN57FG

Hebelprodukte auf EUR/USD

Autor:
Harald Weygand
Head of Trading bei GodmodeTrader.de
GodmodeTrader
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