Besser investieren mit Vorsprung

Feature, Magazin, Titelseite — Von BNP Paribas am 25. Januar 2012 um 15:59

In einem ausgewogenen Portfolio sind Discount Zertifikate unverzichtbar. Durch den günstigen Einstieg realisiert der Anleger einen wertvollen Vorsprung zur Basiswertperformance.

Discount Zertifikate gehören zu den sinnvollsten und attraktivsten Investmentprodukten überhaupt. Es ist beeindruckend, welche vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieses einfache Konzept von der kurzfristigen bis zur langfristigen Anlage und vom isolierten Einsatz bis zur Kombinationsstrategie für Outperformance- oder Garantie-Investments bietet.

Im Einkauf liegt der Gewinn – dieser alten Kaufmannsweisheit folgen Discount Zertifikate. Der Anleger setzt auf den Basiswert, etwa eine Aktie, muss für das Zertifikat aber lediglich einen Preis zahlen, der deutlich unter dem aktuellen Aktienkurs notiert. Bis zum Bewertungstag baut sich dieser Preisabschlag, der für das Produkt namensgebende Discount, vollständig ab, sodass Aktienkurs und Gegenwert des Zertifikats einander entsprechen. Niemals kann das Zertifikat jedoch den von vornherein festgelegten Höchstbetrag (Cap) übertreffen.

Diese Obergrenze für die Renditeerzielung ist die Gegenleistung für den Rabatt, der beim Einkauf erzielt wurde. Denn der Rabatt ist wertvoll, er sichert einen Renditevorsprung. Am Bewertungstag landet der Zertifikate-Investor im Gewinn, sobald der Basiswertkurs den ursprünglich für das Zertifikat gezahlten, vergünstigten Preis übertrifft. Ein moderat gesunkener, seitwärts gelaufener oder leicht gestiegener Basiswertkurs genügt also vollkommen, um je nach Produktausstattung erhebliche Gewinne einzufahren.

Den Renditevorsprung, der vor allem auch im Verlustszenario als Risikopuffer wirkt, kann der Aktienanleger nur einholen, wenn der Basiswert prozentual stärker zulegt, als es das Discount Zertifikat mit seinem begrenzten Ertragspotenzial vermag. Erst ab diesem sogenannten Outperformance-Punkt übertrifft die Kursperformance des Basiswertes die maximale Rendite des Discount-Papiers.

Ein attraktives Beispiel
Nach dem Einbruch im August und September 2011 hat sich die Aktie der Deutschen Post in den zurückliegenden Monaten wieder deutlich erholt und die vorherigen Rückschläge ausgeglichen. Auch die Widerstandslinie bei rund 12,40 Euro wurde im Januar überwunden. Der nächste massive Chartwiderstand findet sich bei etwa 14,00 Euro.

Das Discount Zertifikat mit der WKN BN4PFJ bietet eine clevere Alternative zum direkten Aktieninvestment. Der Anleger kann hier komfortabel auf eine Stabilisierung und weitere Aufwärtsbewegung des Basiswertes setzen. Während der Aktionär sein Investment am 11.01.2012 auf einem Niveau von 12,57 Euro gestartet hätte, musste der Discount-Käufer 8,20 Prozent weniger, nämlich lediglich 11,54 Euro für sein Papier zahlen. Die Renditejagd mit dem Discounter startet also auf einem deutlich niedrigeren Niveau, was einen erheblichen Vorsprung einbringt.

Zunächst ist das Verlustrisiko immer geringer als beim Direktinvestment. Während die Aktienkursperformance bereits unterhalb von 12,57 Euro ins Minus abtaucht, rutscht das Discount Zertifikat am 21.12.2012 erst unterhalb einer Basiswertnotierung von 11,54 Euro in den Verlust ab. Derweil fällt die reine Aktienkursperformance bei einem unveränderten Basiswertpreis von 12,57 Euro am 21.12.2012 völlig flach, während das Discount Zertifikat hier zu 12,57 Euro fällig gestellt wird und damit gegenüber seinem Einstiegspreis von 11,54 Euro eine ansprechende Seitwärtsrendite von 8,93 Prozent generiert. Und auch in einem Aufwärtstrend ist der Discount-Anleger lange im Vorteil. Bei einem Aktien- kurs von mindestens 14,00 Euro am 21.12.2012 wird der Höchstbetrag (Cap) des Discounters von 14,00 Euro erreicht und beschert dem Zertifikate-Investor einen beachtlichen Gewinn von 21,32 Prozent.

Erst wenn der Basiswert von 12,57 Euro um mindestens 21,32 Prozent auf 15,25 Euro zulegt, holt die reine Aktienkursperformance den Renditevorsprung des Discount Zertifikats ein und produziert Erträge, mit denen der Discounter aufgrund seines Caps nicht mehr mithalten kann. Unterhalb  dieses sogenannten Outperformance-Punktes von 15,25 Euro schneidet das Discount Zertifikat am 21.12.2012 jedoch in jedem Fall besser als die Aktienkursperformance ab.

Auch Discount-Anleger  profitieren von den Dividenden  des Basiswertes
Dass der Käufer eines Discount Zertifikats mit seinem Investment auf die Dividendenzahlungen des zugrunde liegenden Aktientitels verzichtet, ist zumindest in dieser häufig geäußerten Formulierung etwas irreführend. Selbstverständlich erhält der Zertifikatebesitzer zwar keine Dividendenzahlung des betreffenden Unternehmens in Form einer Überweisung auf  sein Konto. Diese Geldzuflüsse erhalten logischerweise nur die Aktionäre.

Durch entsprechend günstige Konditionen beim Einstieg profitiert der Discount-Investor aber durchaus von den während der Laufzeit des Zertifikats zu erwartenden Dividendenzahlungen des Basiswertes.

Im übertragenen Sinne spricht der regelmäßige Hinweises auf den Dividendenverzicht bei der Anlage in Discount Zertifikaten allerdings einen richtigen und wichtigen Tatbestand an. Denn die Performance eines Discount Zertifikats am Laufzeitende wird ja grundsätzlich mit der reinen Kursperformance des Basiswertes verglichen. Bei einem realen Direktinvestment in den Basiswert erhält der Anleger jedoch zusätzlich die (zu versteuernde) Dividende des Basiswertes, sofern der Basiswert überhaupt eine Dividende während der Laufzeit des Discount Zertifikats zahlt. Im unmittelbaren Vergleich der beiden Investitionsformen stünde der Aktieninvestor dann durch die Dividende tatsächlich etwas besser da, als es die reine Kursperformance seines Titels beschreibt.

Den Beweis der Dividendenberücksichtigung in den Einstiegskonditionen von Discount Zertifikaten kann jeder Anleger ganz einfach selbst führen, wie das folgende Beispiel zeigt.

So werden Dividendenerwartungen berücksichtigt – ein Beispiel
Die Aktie der Deutschen Telekom ist der DAX®-Wert mit der momentan höchsten Dividendenrendite. Am 11.01.2012 notierte die Aktie bei 9,00 Euro. Discount Zertifikate mit Bewertungstag am 16.03.2012, also vor der nächsten Dividendenzahlung, kosteten zu diesem Zeitpunkt ebenfalls 9,00 Euro ab einem Cap-Preis von 11,00 Euro. Ein Preisabschlag (Discount) gegenüber dem Aktienkurs konnte bei den hohen Caps also nicht mehr realisiert werden.

Mit dem späteren Bewertungstag am 15.06.2012, der den Dividendenzahltag der Deutschen Telekom einschließt, sind ebenfalls hohe Cap-Preise von 11,00 bis 15,00 Euro verfügbar. Diese Papiere kosteten am 11.01.2012 fast identische 8,33 bis 8,35 Euro. Das entspricht einem Preisabschlag zum Aktienkurs von rund 7,30 Prozent. Schon das einheitliche Preisniveau der Zertifikate zeigt, dass dieser Discount nicht etwa durch die Cap-Begrenzung bei der längeren Laufzeit (im Vergleich zu den Papieren mit Bewertungstag am 16.03.202) zustande kommt. Vielmehr ergibt sich der deutliche Discount hier ganz überwiegend durch die zu erwartende Dividendenzahlung der Deutschen Telekom.

Kurzfristig mit Discount  auf den DAX® setzen
Discount Zertifikate bieten auch bei kurzen Laufzeiten von wenigen Wochen noch attraktive Konditionen mit erheblichen Gewinnchancen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von sehr konservativen Positionen mit niedrigen Caps und sehr großem Risikopuffer zum lukrativen Geldparken bis zum offensiven Investment, das durch den Renditevorsprung vielfach höhere Gewinne erzielt und vor allem niedrigere Risiken birgt als ein Direktinvestment in den Basiswert.

Der DAX®-Start in das Jahr 2012 ist recht positiv ausgefallen, und rein statistisch gesehen bieten sich in den ersten Monaten eines Jahres, speziell im März und April, gute Gewinnchancen (siehe auch langfristige Auswertung des DAX®-Verlaufs seit 1959 im W|Z Magazin Ausgabe 06-2011). Für ein kurzfristiges Discount-Investment könnte also der Bewertungstag am 20.04.2012 infrage kommen.

Mit einem sehr üppigen Risikopuffer ist beispielsweise das Papier auf den DAX® mit einem niedrigen Cap-Preis von 4.600 Punkten interessant (WKN BN9NL9). Am 11.01.2012 kostete dieses Zertifikat 45,51 Euro bei einem DAX®-Stand von 6.171 Punkten. Bis zum Maximalpreis von 46,00 Euro am 20.04.2012 verbleiben also nur noch 1,08 Prozent. Diese entsprechen aber hochgerechnet einer Rendite p.a. von durchaus ansehnlichen 4,16 Prozent, zu deren Realisierung der DAX® am Bewertungstag lediglich oberhalb von 4.600 Zählern notieren muss. Der erlaubte Rückgang bis zum Cap beträgt also stolze 25,46 Prozent. Ganz risikolos ist das Investment indes nicht. Am 20.04.2012 müsste der DAX® jedoch unter 4.551 Punkten notieren, damit das Produkt gegenüber seinem Einstiegspreis langsam in die Verlustzone abtaucht. Die Wahrscheinlichkeit für ein positives Abschneiden ist also – gerade auch angesichts der kurzen Laufzeit – sehr hoch.

Nahe an eine zweistellige Rendite p.a. kommt man bereits mit einem Cap von 5.400 Punkten. Das Discount Zertifikat mit der WKN BN9NMH stellt am 20.04.2012 eine Rückzahlung der maximal möglichen 54,00 Euro fest, wenn der DAX® zu diesem Zeitpunkt auf oder über dem Cap liegt. Von den 6.171 Punkten am 11.01.2012 ist also ein Rückgang von immerhin 12,49 Prozent erlaubt, ohne dass die maximale Ausbeute des Discounters geschmälert würde. Gegenüber dem Einstiegspreis von 52,73 Euro am 11.01.2012 beläuft sich der erzielbare Ertrag auf 2,41 Prozent beziehungsweise 9,38 Prozent p.a. Die Verlustzone am 20.04.2012 beginnt unterhalb eines DAX®-Niveaus von 5.273 Punkten.

Deutlich offensiver auf kurze Sicht agieren Anleger hingegen mit einem Cap von 6.500 Punkten. Hinter dem Kauf des entsprechenden DAX®-Discounters mit der WKN BN9NMU steht die Erwartung, dass der DAX bis zum 20.04.2012 deutlich zulegen kann und das Fukushima-Tief vom März 2011, das im Bereich von 6.500 Punkte liegt und aus aktueller Sicht einen psychologischen Widerstand darstellt, erreicht oder überwindet. Der Einstiegspreis von 59,88 Euro am 11.01.2012 beinhaltet immerhin noch einen Discount von 2,97 Prozent zum DAX®-Stand (6.171 Punkte), sodass der Anleger mit einem merklichen Renditevorsprung auf kletternde Indexnotierungen setzt. Mit der angestrebten Auszahlung von 65,00 Euro je Zertifikat bei einem DAX®-Stand von mindestens 6.500 Zählern am 20.04.2012 ist ein Gewinn von beachtlichen 8,55 Prozent erzielbar, der einer Rendite p.a. von stolzen 36,10 Prozent entspricht.

Damit der DAX® am 20.04.2012 einen identischen Ertrag generiert, also den Outperformance-Punkt erreicht, müsste er auf 6.698,62 zulegen, was den Börsenbullen bei einem Direktinvestment schon deutlich mehr Durchschlagskraft als das Erreichen des Discounter-Caps von 6.500 Zählern abverlangt. Hinzu kommt der immer noch nennenswerte Risikopuffer des Discounters. Am 20.04.2012 würde das offensive Investment erst in den Verlust abtauchen, wenn der DAX® unter 5.988 Zähler gefallen ist, also gegenüber dem Stand vom 11.01.2012 bei 6.171 Punkten um mindestens 2,97 Prozent nachgegeben hat.

EURO STOXX 50 macht mehrjährige Investments besonders reizvoll
Wer in den kommenden zwei Jahren eine deutliche Besserung der Lage am europäischen Aktienmarkt erwartet und demzufolge auf einen kräftigen Aufwärtstrend des Standardwerte-Index EURO STOXX 50 setzen möchte, kann auf besonders reizvolle Investmentlösungen bauen. Denn der EURO STOXX 50 ist ein Kursindex und berücksichtigt – entgegen dem DAX® – in seiner Wertentwicklung nicht die Dividendenzahlungen der enthaltenen Unternehmen. Das verschafft Luft für ausgezeichnete Produktkonditionen.

Der offensive Discount-Investor könnte am Papier mit der WKN BN55ER Gefallen finden. In knapp zwei Jahren, am 20.12.2013 wird hier der Bewertungstag erreicht. Der Cap liegt bei sehr ambitionierten 5.000 Punkten und dürfte damit als Renditebegrenzung kaum eine Rolle spielen. Doch selbst wenn plötzlich die beste aller Börsenwelten entstünde und der EURO STOXX 50 bis zum 20.12.2013 extrem bis auf über 5.000 Zähler haussiert, bietet das Papier mit seinem maximalen Auszahlungsbetrag von 50,00 Euro mehr als genug Renditechancen. Am 11.01.2012 waren für den Einstieg nämlich nur 20,98 Euro zu zahlen. Die maximal erzielbare Rendite liegt somit bei 138,32 Prozent beziehungsweise 56,92 Prozent p.a.

Der günstige Produktpreis zeigt abermals, dass der Anleger mit Discount Zertifikaten durchaus von der Dividendenrendite des Basiswertes profitiert. Mit seinen 20,98 Euro wies das Papier am 11.01.2012 gegenüber dem Niveau des EURO STOXX 50 in Höhe von 2.349 Punkten einen Discount von 10,69 Prozent auf. Dieser hohe Discount bei einem extrem hohen Cap von 5.000 Punkten resultiert weit überwiegend aus der dem Anleger zugutekommenden Dividendenrendite des Basiswertes. Zum Vergleich: Ein DAX®-Discounter mit identischer Laufzeit kann trotz eines lediglich knapp 46-prozentigen Cap-Abstands (statt 112,86 Prozent beim genannten Papier auf den EURO STOXX 50) nur mit einem Discount von 3,53 Prozent aufwarten.

Clevere Anleger kommen hier natürlich sofort auf die Idee, die beim Einstieg über den Discount indirekt vereinnahmten Dividendenerträge des EURO STOXX 50 für eine Optimierung ihres Investments zu nutzen.

Darf es deutlich mehr sein?
Wenn Sie auf Sicht von zwei Jahren von einem Anstieg des europäischen Leitindex überzeugt sind und den 10,69-prozentigen Discount als moderaten Renditevorsprung und Risikopuffer am Laufzeitende nicht unbedingt für nötig erachten, können Sie Ihre Gewinnchancen erheblich vergrößern. Zu diesem Zweck wird zusammen mit dem Discounter einfach ein Call erworben. Im Endeffekt entspricht das Verlustrisiko der Gesamtposition dann ungefähr dem Verlustrisiko des EURO STOXX 50 Index, während aber die erzielbaren Erträge einen Hebel erhalten.

In absoluten Zahlen beträgt der Discount des vorgestellten Zertifikats mit der WKN BN55ER exakt 2,51 Euro (Stand: 11.01.2012; EURO STOXX 50: 2.349 Punkte; Produktpreis: 20,98 Euro; absoluter Discount: [2.349 – 2.098] / 100 = 2,51).

Ein Call-Optionsschein mit identischem Bewertungstag am 20.12.2013 und am Geld liegendem Basispreis von 2.350 Punkten (WKN BP07XJ) war am 11.01.2012 für 2,38 Euro, also sogar etwas günstiger als der absolute Discount des Zertifikats, zu haben. Besser könnte die Konstellation nicht ausfallen. Das Produktduo kostete somit nur 23,36 Euro.

Im Ergebnis weist die Kombination (siehe Abbildung 2) kein höheres Verlustrisiko als der EURO STOXX 50 Kursindex selbst auf, profitiert aber oberhalb von 2.350 Punkten doppelt von Kursanstiegen des Basiswertes. Diese Dopplung der Gewinne gilt bis zum Cap-Niveau von 5.000 Zählern. Und darüber ginge es im Falle einer Extrem-Hausse sogar noch mit einfacher Geschwindigkeit weiter, denn der Call-Optionsschein ist in seinen Gewinnen bekanntlich nicht beschränkt.

Ihr eigenes zweijähriges Garantie-Investment auf den EURO STOXX 50
Wer überdurchschnittliche Gewinnchancen sucht, aber gleichzeitig sein Verlustrisiko eindeutig begrenzen möchte, kann natürlich die zuvor erläuterte Outperformance-Position aus dem günstigen Discount Zertifikat und dem Call-Optionsschein nutzen und diese ganz einfach mit jeweils einem Put-Optionsschein absichern. Dazu stünde beispielsweise der 2.400er Put mit der WKN BN7RLC und Laufzeit bis 20.12.2013 zur Verfügung. Angesichts des Put-Preises von 4,38 Euro am 11.01.2012 würde sich die Gesamtposition nun auf 27,74 Euro verteuern (23,36 Euro + 4,38 Euro), erst ab 2.562 Indexpunkten am Bewertungstag in die Pluszone laufen und eine geringere Outperformance zum EURO STOXX 50 generieren. Dafür dürfte man jedoch jederzeit ruhig schlafen, denn mehr als 13,48 Prozent des Kapitaleinsatzes könnte man am 20.12.2013 niemals verlieren (entspricht –7,18 Prozent p.a.).

Das klassische Garantie-Investment der Marke Eigenbau wird ansonsten gemäß dem Konzept der Discount-Put-Kombination gebildet, das wir bereits seit Jahren regelmäßig auf Seite 22 ff. und wöchentlich auf www.wz-magazin.de mit aktuellen Positionsideen konkretisieren.

Unter Verwendung des attraktiven Zweijahres-Discounters auf den EURO STOXX 50 mit der WKN BN55ER könnte man einerseits die Stoßrichtung einer fast perfekten Eins-zu-eins-Partizipation an Indexgewinnen und andererseits das Ziel einer Minimierung der schlimms-tenfalls drohenden Verluste verfolgen.

Für den ersten Ansatz bietet sich etwa der Put-Optionsschein mit Basispreis bei 2.000 Punkten und der WKN BN7RLG an. Dieser kostete mit 2,45 Euro am 11.01.2012 nicht mehr als der absolute Discount (2,51 Euro) des Zertifikats. Für die Gesamtposition aus je einem Discounter und je einem Put fielen also 23,43 Euro an (20,98 Euro + 2,45 Euro), sodass das Niveau des EURO STOXX 50 (2.349 Punkte) nicht überschritten wurde. Somit sind bis auf 5.000 Zähler am 20.12.2013 die nahezu identischen prozentualen Gewinne wie beim EURO STOXX 50 gewährleistet, wie Abbildung 3  zeigt. Derweil ist das Verlustrisiko bei –14,64 Prozent begrenzt (–7,83 Prozent p.a.).

Um das Risiko hingegen auf ein winziges Niveau zu reduzieren, könnte man den chancenreichen Discounter mit der WKN BN55ER beispielsweise mit je einem 2.500er Put (WKN BN7RLB) kombinieren. Am 11.01.2012 kostete diese Position 25,92 Euro (20,98 Euro + Put-Preis 4,94 Euro). Damit dieses Kombinationsengagement am 20.12.2013 im Gewinn landet, muss der Basiswert demnach erst einmal ein wenig zulegen und über 2.592 Punkte klettern. Im Gegenzug kann der Gesamtwert des Engagements nicht unter 25,00 Euro (entsprechend dem Put-Basispreis von 2.500 Punkten) sinken. Im schlechtesten Szenario würden also lediglich 3,55 Prozent des Einsatzes verloren gehen (–1,84 Prozent), was angesichts der Chancen kaum noch der Rede wert ist.

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